Handcreme, die schnell einzieht: worauf es bei der Textur ankommt
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Wenn es draußen kühler wird und die Heizung läuft, cremen viele ihre Hände öfter ein. Gleichzeitig soll man danach sofort wieder tippen, kochen oder eine Tür öffnen können, ohne Fettfinger zu hinterlassen. Eine Handcreme, die schnell einzieht, steht deshalb ganz oben auf der Wunschliste. Ob das klappt, hängt aber nicht nur von der Creme ab. In diesem Ratgeber erfährst du, was „schnell einziehen“ eigentlich bedeutet, welche Bestandteile eine leichte Textur ausmachen und wie du mit Menge, Einmassieren und dem richtigen Zeitpunkt selbst viel bewirken kannst.
Contents9
- Was „zieht schnell ein“ eigentlich bedeutet
- Handcreme, die schnell einzieht: die Rolle der Textur
- Unsere zwei VEGAN FOX Handcremes im Vergleich
- Die richtige Menge: weniger ist mehr
- Richtig einmassieren
- Timing: wann eincremen am meisten bringt
- Tipp für Saunagänger
- Wenn die Creme einfach nicht einziehen will
- Häufige Fragen zu Handcremes, die schnell einziehen
Was „zieht schnell ein“ eigentlich bedeutet
„Zieht schnell ein“ ist eine Beschreibung des Hautgefühls und kein fest definierter Messwert. Gemeint ist meist: Kurz nach dem Auftragen fühlt sich die Haut gepflegt an, aber nicht mehr feucht, klebrig oder fettig. Was dabei passiert, ist ein Zusammenspiel. Ein Teil des Wassers in der Creme verdunstet. Öle und Fette verteilen sich in den obersten Hautschichten und als feiner Film auf der Oberfläche. Dieser Film ist durchaus gewollt, denn er sorgt für das geschmeidige Gefühl. Er sollte nur nicht so dick sein, dass er abfärbt.
Ob eine Handcreme schnell einzieht, empfindet außerdem jeder ein wenig anders. Sehr trockene Hände „schlucken“ mehr Creme als Hände, die gut versorgt sind.
Handcreme, die schnell einzieht: die Rolle der Textur
Bei der Textur kommt es vor allem auf drei Dinge an: wie die Creme aufgebaut ist, welche Öle sie enthält und wie viel feste Fette darin stecken.
Emulsion: Wasser und Öl in Balance
Fast jede Handcreme ist eine Emulsion, also eine Mischung aus Wasser und Ölen, die mit Emulgatoren stabil verbunden wird. Steht in der INCI-Liste Aqua an erster Stelle, ist Wasser der mengenmäßig größte Bestandteil. Die Reihenfolge ist in der EU geregelt: Laut EU-Kosmetikverordnung werden Inhaltsstoffe nach Gewichtsanteil absteigend aufgeführt, nur Stoffe unter einem Prozent dürfen am Ende in beliebiger Reihenfolge stehen. Eine wasserreiche Emulsion fühlt sich beim Auftragen frisch an und lässt sich leicht verteilen. Wie du eine INCI-Liste Schritt für Schritt liest, erklären wir im Ratgeber INCI-Liste lesen.
Leichte Öle wie Caprylic/Capric Triglyceride
Ein Bestandteil, den du in vielen Cremes findest, die als leicht gelten, heißt Caprylic/Capric Triglyceride. Dahinter steckt ein Öl, das meist aus pflanzlichen Fettsäuren und Glycerin hergestellt wird. Es ist dünnflüssig, nahezu geruchlos und verteilt sich sehr gut. Viele Hersteller setzen es ein, wenn eine Creme pflegen, aber nicht schwer wirken soll. Auch dünnflüssige Pflanzenöle tragen zu einer leichteren Textur bei.
Butter und reichhaltige Öle
Feste Fette wie Shea- oder Mangobutter geben einer Creme Körper und hinterlassen einen etwas spürbareren Film. Das ist für sehr beanspruchte Hände angenehm, bremst aber das Gefühl von „sofort eingezogen“. Eine gute Handcreme, die schnell einzieht und trotzdem pflegt, findet die Balance: genug Fett für Geschmeidigkeit, aber nicht so viel, dass es auf der Haut steht.
Unsere zwei VEGAN FOX Handcremes im Vergleich
Bei BeachAndSteam führen wir zwei vegane Handcremes von VEGAN FOX, beide in der 120-ml-Tube. Ein Blick in die INCI-Listen zeigt: Beide beginnen mit Aqua, gefolgt von Avocadoöl und an dritter Stelle Caprylic/Capric Triglyceride. Die Grundlage ist also ähnlich, die Unterschiede liegen in den Butter- und Ölanteilen. Was beide Cremes vegan macht, erklären wir im Ratgeber Handcreme vegan.
| Sheabutter & Macadamia | Mangobutter & Avocadoöl | |
|---|---|---|
| Laut Hersteller | „unsere reichhaltigste Handpflege“, zieht angenehm ein | für trockene, beanspruchte Hände |
| Pflegende Fette | Sheabutter, Macadamiaöl, Avocadoöl, weitere Pflanzenöle | Mangobutter, Avocadoöl |
| Pflanzenextrakte | Aloe Vera | Ringelblume, Kamille |
| Natürlicher Ursprung | 98 % | 99 % |
Die Handcreme Sheabutter & Macadamia ist die reichhaltigere der beiden und zieht laut Hersteller angenehm ein. Die Handcreme Mangobutter & Avocadoöl ist für trockene, beanspruchte Hände gedacht. Beide enthalten Parfum. Wenn du auf Duftstoffe empfindlich reagierst, solltest du das wissen.
Die richtige Menge: weniger ist mehr
Selbst eine Handcreme, die schnell einzieht, wirkt schmierig, wenn du zu viel davon nimmst. Das ist der häufigste Grund für Fettfinger. Starte mit einer kleinen Portion, etwa so groß wie eine Erbse oder eine Haselnuss, je nachdem, wie trocken deine Hände sind. Reicht das nicht, nimm lieber noch etwas nach, als gleich zu viel aufzutragen. Was nach ein, zwei Minuten noch glänzt, war zu viel.
Ein kleiner Trick: Gib die Creme nicht in die Handfläche, sondern auf den Handrücken. So landet die Creme zuerst dort, wo Hände Wind, Kälte und Wasser am meisten abbekommen, statt größtenteils in der Handfläche zu bleiben. Erst danach verteilst du den Rest.
Richtig einmassieren
Die amerikanische Dermatologen-Gesellschaft AAD rät, sich Zeit zu nehmen und die Pflege sanft in die Haut einzumassieren (Tipps der AAD bei trockener Haut). Bei den Händen geht das so:
- Creme auf beide Handrücken geben und aneinanderreiben.
- Die Finger einzeln von der Wurzel bis zur Spitze ausstreichen.
- Fingerzwischenräume nicht vergessen, indem du die Finger locker ineinander verschränkst.
- Nagelränder und Knöchel mit kleinen kreisenden Bewegungen bearbeiten.
- Zum Schluss Handflächen und Handgelenke mitnehmen.
Je gleichmäßiger die Creme verteilt ist, desto dünner wird der Film und desto schneller fühlen sich die Hände wieder „normal“ an. Wer daraus ein kleines Ritual machen möchte, findet einfache Griffe in unserer Anleitung zur Handmassage mit Handcreme.
Timing: wann eincremen am meisten bringt
- Nach dem Händewaschen: Die AAD empfiehlt bei trockenen Händen, eine nicht fettende Handcreme dabeizuhaben und sie nach jedem Händewaschen aufzutragen.
- Auf leicht feuchter Haut: Laut AAD ist der beste Moment, wenn die Haut nach dem Waschen noch etwas feucht ist. Tupf die Hände also nur kurz ab und creme dann direkt.
- Bevor du rausgehst: Kalte, trockene Luft strapaziert die Hände. Creme sie ein paar Minuten vor dem Losgehen ein und zieh bei Kälte Handschuhe an. Weitere Tipps für die kalte Jahreszeit findest du in unserem Ratgeber Handpflege im Winter.
- Abends großzügiger: Vor dem Schlafen darf es ruhig mehr sein, denn dann stört ein Film niemanden.
Eine Handcreme, die schnell einzieht, ist also vor allem tagsüber gefragt. Abends kannst du entspannt zur reichhaltigeren Variante greifen oder einfach mehr von deiner gewohnten Creme nehmen.
Tipp für Saunagänger
Nach der Sauna und der Dusche sind die Hände warm und noch leicht feucht. Gönn dir erst die Ruhephase und lass den Körper abkühlen, denn auf schwitzender Haut verteilt sich keine Creme gut. Danach ist ein guter Moment für eine kleine Portion. Eine Handcreme, die schnell einzieht, ist hier praktisch, weil du direkt danach wieder in Bademantel und Sauna-Latschen schlüpfen kannst. Eine 120-ml-Tube passt in jede Saunatasche, ob für die Meri Sauna am Kulkwitzer See oder die Sauna um die Ecke. Wer mehrmals am Tag duscht, freut sich abends über eine Extraportion.
Wenn die Creme einfach nicht einziehen will
Verspricht die Verpackung „Handcreme zieht schnell ein“ und trotzdem bleibt ein Fettfilm zurück, lohnt sich ein Check:
- Nimmst du vielleicht zu viel? Halbiere testweise die Menge.
- Sind die Hände sehr kalt? Reib sie vorher kurz warm.
- Passt die Creme zur Tageszeit? Eine reichhaltige Pflege ist abends oft besser aufgehoben.
- Hast du gründlich einmassiert, auch zwischen den Fingern?
Sind deine Hände trotz regelmäßiger Pflege stark gerötet, rissig, jucken oder brennen sie, sprich mit deiner Hautärztin oder deinem Hautarzt oder lass dich in der Apotheke beraten.
Beide Handcremes findest du in der Kollektion Pflegeprodukte. Die Variante mit Sheabutter und Macadamia steckt außerdem im Pflegeset von Kopf bis Fuß.
Häufige Fragen zu Handcremes, die schnell einziehen
Woran erkenne ich eine Handcreme, die schnell einzieht?
Am Hautgefühl nach dem Auftragen. In der INCI-Liste geben Wasser an erster Stelle und leichte Öle wie Caprylic/Capric Triglyceride Hinweise auf eine eher leichte Textur.
Warum fettet meine Handcreme?
Meist ist die Menge zu groß oder die Creme sehr reichhaltig. Nimm weniger und massiere sie gründlich ein.
Pflegt eine leichte Handcreme genauso gut?
Für den Alltag oft ja. Sehr trockene Hände freuen sich zusätzlich über eine reichhaltigere Pflege am Abend.
Wie oft sollte ich meine Hände eincremen?
Die AAD empfiehlt bei trockenen Händen, nach jedem Händewaschen einzucremen.
Welche VEGAN FOX Handcreme zieht schneller ein?
Für die Sheabutter-&-Macadamia-Creme gibt der Hersteller an, dass sie angenehm einzieht. Einen Vergleichstest der beiden Cremes gibt es nicht. Am besten probierst du aus, welche Textur dir besser gefällt.