Handpflege im Winter: Routine, Handschuhe und die passende Handcreme
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Handpflege im Winter ist mehr als ab und zu eincremen. Zwischen Frost draußen, trockener Heizungsluft drinnen und häufigem Händewaschen spannen die Hände schneller, werden rau und an den Knöcheln manchmal rissig. Die gute Nachricht: Mit ein paar festen Gewohnheiten bleibt die Haut auch in der kalten Jahreszeit geschmeidig. In diesem Ratgeber findest du eine einfache Tagesroutine, Tipps zu Waschen und Handschuhen, worauf du bei einer Handcreme für den Winter achten kannst – und wann du lieber ärztlichen Rat holst.
Inhalt10
- Warum Hände im Winter besonders leiden
- Handpflege im Winter: eine einfache Tagesroutine
- Richtig waschen: weniger ist mehr
- Handschuhe: drei Einsatzbereiche
- Die richtige Handcreme für den Winter
- Handpflege im Winter nach der Sauna
- Typische Fehler bei der Handpflege im Winter
- Wann du ärztlichen Rat holen solltest
- Fazit
- Häufige Fragen
Warum Hände im Winter besonders leiden
Die Haut an den Händen ist im Winter gleich mehreren Belastungen ausgesetzt:
- Wenig eigener Schutz: Der Handrücken hat vergleichsweise wenige Talgdrüsen und bildet daher kaum eigenes Fett.
- Kälte: Bei niedrigen Temperaturen verengen sich die Blutgefäße in der Haut, sie wird weniger gut versorgt und produziert weniger Talg.
- Heizungsluft: Trockene Raumluft entzieht der Hautoberfläche Feuchtigkeit.
- Waschen und Desinfizieren: Seife, heißes Wasser und Desinfektionsmittel lösen Fette aus der Haut – gerade in der Erkältungszeit wäscht man öfter.
- Temperaturwechsel: Der ständige Wechsel zwischen kalter Luft draußen und warmen Räumen strapaziert die Haut zusätzlich.
Das Ergebnis kennen viele: Die Hände fühlen sich nach dem Waschen gespannt an, die Haut an Knöcheln und Fingerkuppen wird rau, Nagelhäute reißen leichter ein.
Handpflege im Winter: eine einfache Tagesroutine
Bei der Handpflege im Winter bringt nicht ein besonders teures Produkt am meisten, sondern Regelmäßigkeit. Diese Routine lässt sich ohne Aufwand in den Alltag einbauen:
| Situation | Was du tust |
|---|---|
| Morgens | Nach dem Duschen eine kleine Menge Handcreme, bevor du aus dem Haus gehst |
| Nach jedem Händewaschen | Gründlich abtrocknen, auch zwischen den Fingern, dann kurz nachcremen |
| Draußen | Handschuhe tragen, schon bei leichtem Frost |
| Putzen und Spülen | Haushaltshandschuhe tragen, Wasser nicht zu heiß |
| Abends | Etwas mehr Creme auftragen, Nagelhaut nicht vergessen |
| Nach Sauna oder Schwimmbad | Hände gut abtrocknen und eincremen, bevor es in die Kälte geht |
Ein praktischer Trick: Stell eine Handcreme dorthin, wo du sie brauchst – ans Waschbecken, auf den Schreibtisch, in die Jackentasche. Was in Reichweite steht, wird auch benutzt.
Richtig waschen: weniger ist mehr
Händewaschen gehört zur Handpflege im Winter einfach dazu – aber es geht schonender:
- Lauwarm statt heiß: Heißes Wasser löst mehr Fett aus der Haut.
- Milde Waschlotion: Eine kleine Menge reicht. Stark schäumende Produkte sind nicht automatisch gründlicher.
- Gut abspülen: Reste von Seife auf der Haut können zusätzlich austrocknen.
- Sorgfältig abtrocknen: Besonders zwischen den Fingern. Feuchte Haut, die in die Kälte kommt, wird schneller rau.
- Nachcremen: Am besten direkt danach, solange die Haut noch leicht feucht ist.
Wer häufig desinfizieren muss, etwa im Gesundheitsbereich, kann auf Desinfektionsmittel mit rückfettenden Zusätzen achten und die Handpflege in Pausen fest einplanen.
Handschuhe: drei Einsatzbereiche
Handschuhe sind die einfachste Form der Handpflege im Winter, weil sie Kälte, Wind und Putzmittel gar nicht erst an die Haut lassen.
Draußen
Warme Handschuhe schützen vor Wind und Kälte. Am angenehmsten sind Modelle mit weichem Innenfutter, damit nichts scheuert. Zieh sie an, bevor die Hände kalt werden – nicht erst, wenn sie schon rot sind.
Im Haushalt
Spülmittel und Putzmittel entfetten die Haut stark. Haushaltshandschuhe helfen. Wer darin schnell schwitzt, kann dünne Baumwollhandschuhe darunter tragen.
Über Nacht
Für sehr trockene Hände ist die „Handschuh-Kur“ ein bewährter Klassiker: abends eine großzügige Schicht Handcreme auftragen und dünne Baumwollhandschuhe darüberziehen. So bleibt die Creme an den Händen statt am Kopfkissen.
Die richtige Handcreme für den Winter
Für die Handpflege im Winter darf die Handcreme reichhaltiger sein als im Sommer. Typische Bestandteile, die du in der INCI-Liste reichhaltiger Handcremes findest, sind pflanzliche Butter wie Shea- oder Mangobutter, Pflanzenöle wie Avocado- oder Macadamiaöl, Glycerin als Feuchthaltemittel und Panthenol. Wer zu empfindlicher Haut neigt, achtet zusätzlich auf Duftstoffe.
Wir führen zwei Handcremes von VEGAN FOX, beide vegan, je 120 ml und 10,90 €:
| Handcreme | Wichtige Bestandteile laut Produktseite | Natürlicher Ursprung | Passt gut, wenn … |
|---|---|---|---|
| Sheabutter & Macadamia (Nourishing) | Sheabutter, Macadamiaöl, Avocadoöl, Aloe Vera, Panthenol | 98 % | die Hände im Winter spannen und du es reichhaltig magst |
| Mangobutter & Avocadoöl (Protective) | Mangobutter, Avocadoöl, Ringelblume, Kamille, Panthenol | 99 % | du eine reichhaltige Creme für trockene, beanspruchte Hände im Alltag suchst |
Laut Hersteller ist die Sheabutter-Variante die reichhaltigste unserer Handpflegen. Beide enthalten Parfum. Die Produktseiten empfehlen, die Cremes kühl, trocken und vor direkter Sonne geschützt zu lagern – im Winter heißt das auch: nicht direkt auf die Heizung stellen.
So trägst du Handcreme richtig auf
- Eine etwa erbsengroße Menge auf einen Handrücken geben.
- Die Handrücken aneinander reiben – dort ist die Haut meist am trockensten.
- Zwischen den Fingern, an den Knöcheln und an der Nagelhaut einmassieren.
- Zum Schluss den Rest in den Handflächen verteilen.
Wer sich dafür ein paar Minuten mehr Zeit nehmen möchte, findet in unserem Artikel zur Handmassage eine Anleitung, die aus dem Eincremen ein kleines Ritual macht.
Handpflege im Winter nach der Sauna
Gerade in der kalten Jahreszeit gehen viele besonders gern in die Sauna. Nach dem letzten Gang und der Dusche lohnt es sich, die Hände nicht zu vergessen: gründlich abtrocknen, eine kleine Menge Handcreme auf Hände und Nagelhaut geben und einmassieren – so empfehlen es auch die Produktbeschreibungen unserer Handcremes. Danach am besten Handschuhe an, bevor es zurück in die Kälte geht. Eine Handcreme in der Saunatasche ist dafür eine gute Idee.
Typische Fehler bei der Handpflege im Winter
- Nur abends eincremen: Tagsüber, nach dem Waschen, braucht die Haut die Pflege ebenso.
- Feucht in die Kälte: Hände nach dem Waschen nur halb abtrocknen und dann raus – das macht die Haut rau.
- Zu heiß spülen: Heißes Wasser beim Abwasch ohne Handschuhe entfettet stark.
- An Rissen ziehen: Eingerissene Nagelhaut nicht abzupfen, sondern pflegen und bei Bedarf vorsichtig schneiden.
- Creme auf der Heizung lagern: Wärme kann die Konsistenz verändern. Lieber an einen kühlen, trockenen Ort.
Wann du ärztlichen Rat holen solltest
Handcreme ist Pflege, keine Behandlung. Wenn die Haut trotz regelmäßiger Pflege tief einreißt, blutet, nässt, stark juckt, sich entzündet oder wenn sich Bläschen bilden, solltest du das ärztlich abklären lassen – zum Beispiel in einer hautärztlichen Praxis. Dahinter kann auch ein Ekzem oder eine Unverträglichkeit stecken, die eine gezielte Behandlung braucht.
Passend dazu: Handmassage mit Handcreme: Anleitung in fünf Minuten · Trockene Haut im Winter: So duschst und pflegst du richtig · Gesichtspflege im Winter: Reinigen und Pflegen bei Kälte
Fazit
Gute Handpflege im Winter besteht aus wenigen, aber regelmäßigen Schritten: lauwarm und mild waschen, gründlich abtrocknen, direkt nachcremen, draußen und im Haushalt Handschuhe tragen und abends etwas mehr Creme gönnen. Eine reichhaltige Handcreme mit pflanzlicher Butter und Ölen passt gut in die kalte Jahreszeit – ob mit Sheabutter und Macadamia oder mit Mangobutter und Avocadoöl ist Geschmackssache. Und wenn die Haut trotz Pflege einreißt oder sich entzündet, gehört sie in ärztliche Hände.
Häufige Fragen
Wie oft sollte ich meine Hände im Winter eincremen?
Für die Handpflege im Winter gilt: am besten nach jedem Händewaschen und zusätzlich morgens und abends. Kleine Mengen über den Tag verteilt sind sinnvoller als einmal eine dicke Schicht.
Welche Handcreme ist im Winter gut?
Eine reichhaltige Creme mit pflanzlicher Butter wie Shea- oder Mangobutter und Pflanzenölen. Bei empfindlicher Haut lohnt ein Blick auf Duftstoffe in der INCI-Liste.
Hilft es, über Nacht Handschuhe zu tragen?
Viele empfinden die Handschuh-Kur als angenehm: abends großzügig eincremen und dünne Baumwollhandschuhe darüberziehen. So bleibt die Creme über Nacht an den Händen.
Warum werden meine Knöchel im Winter rissig?
An den Knöcheln ist die Haut beim Beugen stark gedehnt und bekommt Kälte und Wasser besonders ab. Regelmäßiges Eincremen und Handschuhe helfen, die Haut geschmeidig zu halten. Tiefe oder blutende Risse solltest du ärztlich ansehen lassen.
Soll ich nach der Sauna die Hände eincremen?
Ja, nach dem letzten Saunagang und der Dusche ist ein guter Moment: Hände gut abtrocknen, eine kleine Menge Handcreme einmassieren und danach Handschuhe anziehen, wenn es draußen kalt ist.
Zu den VEGAN FOX Pflegeprodukten
Persönlich geschrieben von Martin – Gründer von BeachAndSteam und seit über 18 Jahren Saunabetreiber am Kulkwitzer See.

