Saunamantel: Was ihn vom Bademantel unterscheidet
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Wer online nach einem Bademantel für die Sauna sucht, stößt schnell auf einen zweiten Begriff: Saunamantel. Ist das nur ein anderes Wort oder steckt ein echter Unterschied dahinter? In diesem Ratgeber klären wir, was einen Saunamantel ausmacht, worauf du beim Kauf achten solltest und wann eine Kapuze sinnvoll ist. Wir betreiben selbst eine Sauna und kennen die Anforderungen an einen Mantel für die Pausen aus dem Alltag.
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Was ist ein Saunamantel?
Eine feste Definition gibt es nicht. „Saunamantel“ ist vor allem ein Begriff aus dem Handel. Gemeint ist ein Bademantel, der für den Einsatz in der Sauna, im Spa oder in der Therme gedacht ist. Im Alltag werden beide Wörter oft gleich verwendet.
Trotzdem gibt es einen sinnvollen Kern: Ein Mantel für die Sauna muss andere Dinge können als ein Mantel für den Sonntagmorgen auf dem Sofa. Er wird mehrmals am Tag an- und ausgezogen, ist oft feucht, liegt zwischendurch auf der Liege und muss in die Saunatasche passen. Für zu Hause dagegen zählen eher Kuschelfaktor und Wärme.
Saunamantel oder Bademantel: der Unterschied
Der Unterschied liegt also weniger im Namen als im Einsatz. Die folgende Übersicht zeigt, worauf es jeweils ankommt:
| Kriterium | Saunamantel | Bademantel für zu Hause |
|---|---|---|
| Einsatz | zwischen den Saunagängen, Ruheraum, Saunagarten | nach Dusche oder Bad, Sofa, Frühstück |
| Gewicht | eher leicht, passt in die Tasche | darf schwer und dicht sein |
| Trocknung | sollte bis zum nächsten Gang wieder angenehm sein | hat Zeit bis zum nächsten Tag |
| Material | saugfähige Baumwolle | Baumwolle oder auch Kuschelstoffe wie Polyester |
| Kapuze | praktisch nach dem Abkühlen und im Winter | Geschmackssache |
Was ein guter Saunamantel können muss
Saugfähig sein
Nach dem Abkühlen oder der Dusche ist die Haut noch feucht. Ein Saunamantel sollte diese Restfeuchtigkeit aufnehmen, damit du nicht fröstelst. Baumwolle ist dafür die bewährte Wahl. Kunstfasern wie Polyester fühlen sich zwar weich an, nehmen aber weniger Feuchtigkeit auf.
Leicht und gut zu transportieren
Ein Saunatag bedeutet Gepäck: Tücher, Duschgel, Wasserflasche, Wechselkleidung. Ein schwerer Mantel nimmt da viel Platz und Gewicht ein. Ein leichter Saunamantel lässt sich klein zusammenlegen und ist schnell verstaut. Welche Dinge sonst noch in die Tasche gehören, zeigt unsere Liste zum Saunatasche packen.
Zwischen den Gängen trocknen
Üblich sind zwei bis drei Saunagänge mit Pausen dazwischen. In dieser Zeit sollte der Mantel nicht klamm werden. Dünnere, luftige Gewebe geben Feuchtigkeit schneller wieder ab als dicke, schwere Stoffe.
Die passende Länge
Ein Mantel für die Sauna sollte lang genug sein, um im Ruheraum und auf dem Weg durch den Außenbereich warm zu halten, aber nicht so lang, dass der Saum über nasse Fliesen schleift. Für die meisten Menschen ist eine Länge bis etwa zum Knie oder knapp darunter ein guter Kompromiss. Beim Trimita Barok nennt die Set-Beschreibung zum Beispiel ca. 111 cm (S/M) bzw. ca. 114 cm (L/XL). Vergleiche die Angaben am besten mit einem Mantel, den du schon besitzt. Tipps zur Wahl findest du in unserem Ratgeber zur Bademantel-Größe.
Taschen und Gürtel
Taschen sind praktisch für das Schlüsselband des Spinds oder ein Haargummi. Ein Bindegürtel hält den Mantel geschlossen, wenn du durch den Saunagarten gehst oder im Ruheraum liegst.
Pflegeleicht
Ein Saunamantel wird häufig gewaschen. Er sollte deshalb unkompliziert in die Maschine dürfen und nicht nach jeder Wäsche aufwendig behandelt werden müssen. Achte auf die Angaben im Pflegeetikett.
Saunamantel mit Kapuze: sinnvoll oder nicht?
Gerade für die Sauna hat die Kapuze eine klare Aufgabe. Nach dem Kaltwasserbecken oder der kalten Dusche sind die Haare nass. Die Kapuze fängt die Feuchtigkeit auf und hält den Kopf warm, bis du im Ruheraum angekommen bist. Wer im Winter durch einen Saunagarten läuft, merkt das besonders.
Wichtig: Die Kapuze ist kein Ersatz für eine Kopfbedeckung in der Saunakabine. Der Mantel bleibt üblicherweise draußen. Wer den Kopf in der Hitze schützen möchte, greift zum Saunahut – mehr dazu im Beitrag zum Saunahut aus Filz.
Eine Kapuze lohnt sich vor allem bei längeren Haaren, im Winter und in Anlagen mit Außenbereich. Wer im Sommer nur im Innenbereich sauniert, braucht sie seltener.
Welches Material eignet sich?
Für den Saunamantel hat sich Baumwolle bewährt. Sie ist saugfähig, hautfreundlich und lässt sich gut waschen. Innerhalb der Baumwolle gibt es große Unterschiede: Musselin ist ein locker gewebter Stoff, der in mehreren Lagen luftig und trotzdem dicht wirkt. Flach gewebte Baumwolle ist besonders leicht. Dichte, strukturierte Gewebe wärmen stärker, sind aber schwerer und trocknen langsamer. Einen ausführlichen Vergleich findest du in unserem Ratgeber Bademantel-Stoffe erklärt.
Polyester in Lammfell- oder Fleeceoptik ist dagegen für die Sauna weniger geeignet. Es ist kuschelig und warm, nimmt aber deutlich weniger Feuchtigkeit auf.
Unsere Saunamäntel im Überblick
Trimita Musselin mit Kapuze: Elephant und Zebra
Die Trimita Bademäntel mit Kapuze sind aus dreilagigem Musselin aus 100 % türkischer Baumwolle (OEKO-TEX-zertifiziert). Sie sind leicht, trocknen schnell und passen laut Beschreibung problemlos in die Saunatasche. Dazu kommen Kapuze, Bindegürtel und Vordertaschen. Es gibt sie als Damen-Bademantel in S/M und L/XL, im Design Elephant in Rosa/Weiß oder Zebra in Grau/Weiß.
Trimita Barok ohne Kapuze
Der Trimita Barok Bademantel ist aus leichter, flach gewebter türkischer Baumwolle, schnelltrocknend und hat Bindegürtel und Taschen. Laut Set-Beschreibung wiegt er nur etwa 500 g. Wer keine Kapuze braucht, hat damit einen sehr leichten Saunamantel in Grün, Blau oder Rot.
DOTWAVE: warm für den Ruhebereich
Der DOTWAVE Bademantel mit Kapuze ist mit ca. 1,6–1,7 kg unser schwerstes Modell. Er passt laut Beschreibung gut in den Ruhebereich im Spa oder zu Hause nach der Sauna. Für die Saunatasche ist er eher schwer.
Nicht für die Sauna: der Wendebademantel
Der HOMELEVEL Wendebademantel in Lammfelloptik hat zwar eine Kapuze, besteht aber aus Polyester. Er ist ein Kuschelmantel für zu Hause und ausdrücklich nicht für die Saunapausen gedacht.
So nutzt du deinen Saunamantel richtig
- Vor der Kabine ablegen: In den meisten Saunen bleibt der Mantel draußen an der Garderobe. In der Kabine liegst du auf deinem Tuch.
- Erst abtrocknen: Nach dem Abkühlen kurz mit dem Tuch abtrocknen, dann in den Mantel schlüpfen. So bleibt er länger angenehm.
- Kapuze nutzen: Nach dem Kaltwasser die Kapuze aufsetzen, damit nasse Haare nicht auskühlen.
- Nach dem Saunatag: Zu Hause sofort aufhängen und nicht feucht in der Tasche lassen.
Mehr zu den gängigen Gepflogenheiten liest du in unserem Beitrag zum Bademantel-Knigge in der Therme.
Passend dazu: Sauna-Outfit: Was du in der Sauna wirklich trägst · Saunatuch oder Bademantel: Brauchst du beides? Aufgaben, Situationen, Kombination · Frottee-Bademantel: Vor- und Nachteile ehrlich erklärt – plus leichte Alternativen
Fazit
Ein Saunamantel ist kein eigenes Kleidungsstück, sondern ein Bademantel, der für die Sauna passt. Entscheidend sind saugfähige Baumwolle, ein geringes Gewicht, schnelles Trocknen zwischen den Gängen sowie Taschen und Gürtel. Eine Kapuze ist besonders im Winter und nach dem Abkühlen ein Gewinn. Wer leicht unterwegs sein möchte, wählt Musselin mit Kapuze oder den Barok ohne Kapuze. Schwere, warme Modelle spielen ihre Stärken eher im Ruhebereich und zu Hause aus. Alle Modelle findest du in unserer Kategorie Bademäntel.
Häufige Fragen
Brauche ich einen speziellen Saunamantel?
Nein. Jeder Bademantel, der saugfähig, nicht zu schwer und schnell wieder trocken ist, eignet sich. Der Begriff beschreibt vor allem den Einsatzzweck.
Darf der Saunamantel mit in die Kabine?
In der Regel nicht. Üblich ist, ihn vor der Kabine aufzuhängen und in der Sauna nur auf einem ausreichend großen Tuch zu sitzen oder zu liegen. Beachte die Regeln deiner Sauna.
Wie schwer sollte ein Saunamantel sein?
Für die Saunatasche gilt: je leichter, desto praktischer. Ein leichter Baumwollmantel wie der Trimita Barok wiegt laut Set-Beschreibung etwa 500 g, schwere Modelle wie DOTWAVE ca. 1,6–1,7 kg.
Saunamantel mit oder ohne Kapuze?
Mit Kapuze, wenn du lange Haare hast, im Winter saunierst oder einen Saunagarten nutzt. Ohne Kapuze, wenn du es klassisch und besonders leicht magst.
Wie oft sollte ich den Saunamantel waschen?
Am besten nach jedem Saunatag. Bis dahin sollte er zu Hause gut trocknen können und nicht feucht in der Tasche bleiben.
Persönlich geschrieben von Martin – Gründer von BeachAndSteam und seit über 18 Jahren Saunabetreiber am Kulkwitzer See.
