Meersalz-Peeling: drei VEGAN FOX Körperpeelings Ingwer, Kaffee und Pfefferminze in Gläsern

Meersalz-Peeling: Anwendung, Salzsorten im Vergleich und was in der INCI steht

Ein Meersalz-Peeling gehört zu den Klassikern der Körperpflege: Salzkristalle und Öl, kreisend auf der feuchten Haut einmassiert, danach fühlt sich die Haut glatter an. Doch was unterscheidet Meersalz von Himalaya- oder Totes-Meer-Salz? Steht auf einem Salzpeeling automatisch Meersalz drin? Und wann solltest du lieber darauf verzichten? Hier bekommst du die Antworten – mit Zahlen aus Fachquellen, einer Schritt-für-Schritt-Anleitung und einem ehrlichen Blick auf die Inhaltsstoffliste.

Inhalt8
  1. Meersalz-Peeling auf einen Blick
  2. Was ist ein Meersalz-Peeling?
  3. Meersalz, Steinsalz, Himalaya- und Totes-Meer-Salz im Vergleich
  4. Steht auf deinem Peeling wirklich Meersalz? So liest du die INCI
  5. Meersalz-Peeling anwenden: Schritt für Schritt
  6. Wann du auf ein Salzpeeling verzichten solltest
  7. Selbst mischen oder fertig kaufen?
  8. Häufige Fragen zum Meersalz-Peeling

Meersalz-Peeling auf einen Blick

Frage Kurze Antwort
Was macht es? Die Salzkristalle reiben abgestorbene Hautschüppchen ab, das Öl hinterlässt ein geschmeidiges Gefühl
Wie oft? Ein- bis zweimal pro Woche reicht
Wo? Am Körper, z. B. Beine, Arme, Schultern – nicht im Gesicht
Wann nicht? Bei wunder, entzündeter oder gereizter Haut, Sonnenbrand und direkt nach der Rasur
Meersalz oder anderes Salz? Für den Peeling-Effekt zählt vor allem die Körnung, nicht die Herkunft

Was ist ein Meersalz-Peeling?

Ein Meersalz-Peeling ist ein mechanisches Peeling: Die Kristalle wirken als Schleifkörper, die beim Einmassieren lose Hautschüppchen lösen. Meist sind sie in Öl oder pflanzliche Butter eingebettet. Das Öl verhindert, dass das Salz zu hart über die Haut kratzt, und hinterlässt einen leichten Pflegefilm. Weil Salz sich im Wasser langsam auflöst, wird das Peeling während der Anwendung sanfter – anders als gemahlener Kaffee oder Aprikosenkernpulver, die sich nicht auflösen.

Die Grundlagen zu Peelingsalz und den Unterschied zu Zucker- und Kaffeepeelings haben wir in einem eigenen Artikel erklärt: Peelingsalz: Was es ist und wie du es anwendest. Hier geht es speziell um die Salzsorte und darum, was wirklich in deinem Peeling steckt.

Meersalz, Steinsalz, Himalaya- und Totes-Meer-Salz im Vergleich

Viele Peelings werben mit einer bestimmten Salzsorte. Chemisch sind die meisten Speisesalze sehr ähnlich: Laut dem Chemie-Lexikon von chemie.de besteht Meersalz wie anderes Salz zu 96 bis 98 Prozent aus Natriumchlorid, dazu kommen Spuren von Kalium-, Magnesium- und Mangansalzen. Steinsalz ist nichts anderes als Meersalz aus urzeitlichen Meeren, die vor Millionen Jahren verdunstet sind.

Salz Herkunft Zusammensetzung Quelle
Meersalz verdunstetes Meerwasser 96–98 % Natriumchlorid, Spuren weiterer Salze chemie.de
Steinsalz Lagerstätten urzeitlicher Meere ähnlich wie Meersalz chemie.de
Himalaya-Salz Steinsalz, meist aus Minen in Punjab (Pakistan) ca. 97–99 % Natriumchlorid, rosa Farbe durch Eisenverbindungen Verbraucherzentrale
Totes-Meer-Salz Totes Meer viel Kalium und Magnesium, wenig Natrium chemie.de

Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass Himalaya-Salz nicht im Himalaya abgebaut wird und dass die oft beworbenen 84 Mineralstoffe so nicht nachgewiesen wurden: Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit fand nur acht weitere, meist in sehr geringen Mengen. Totes-Meer-Salz ist tatsächlich anders zusammengesetzt. chemie.de nennt pro Kilogramm etwa 128.000 mg Kalium und 88.000 mg Magnesium, aber nur 20.000 mg Natrium – bei gewöhnlichem Meersalz sind es rund 306.000 mg Natrium.

Für ein Peeling ist das weniger wichtig, als die Werbung vermuten lässt. Den spürbaren Effekt macht die mechanische Reibung, und die hängt vor allem von der Körnung und der Menge Öl ab. Wissenschaftlich belegte Pflegevorteile einer bestimmten Salzsorte beim Peeling kennen wir nicht – deshalb versprechen wir sie hier auch nicht.

Feines oder grobes Salz?

Grobe Kristalle peelen kräftiger und eignen sich für robuste Stellen wie Oberschenkel, Gesäß oder Ellenbogen. Feines Salz ist sanfter. Öko-Test empfiehlt in seinem Rezeptartikel für den Körper grobes Salz und für das Gesicht, wenn überhaupt, nur sehr feines. Wir raten im Gesicht ganz von Salz ab, dazu unten mehr.

Steht auf deinem Peeling wirklich Meersalz? So liest du die INCI

Auf der Verpackung steht die Inhaltsstoffliste nach dem INCI-System. Für Salz gibt es dort zwei typische Bezeichnungen:

  • Maris Sal ist die INCI-Bezeichnung für Meersalz (so beschreibt es zum Beispiel Altmeyers Enzyklopädie).
  • Sodium Chloride ist Natriumchlorid. Die Bezeichnung verrät nicht, ob das Salz aus dem Meer oder aus einem Bergwerk stammt.

Wenn ein Produkt „mit Meersalz“ wirbt, sollte also im Idealfall „Maris Sal“ in der Liste stehen. Je weiter vorn ein Stoff steht, desto mehr ist davon enthalten. Wie du die Liste insgesamt liest, zeigen wir in INCI-Liste lesen.

Ehrlich bei unseren eigenen Peelings

Bei den Körperpeelings von VEGAN FOX in unserem Shop steht an erster Stelle Sodium Chloride. Es sind also Salzpeelings, aber die Verpackung weist kein Meersalz aus. Deshalb nennen wir sie nicht „Meersalz-Peeling“. Was drin ist, laut Produktseite:

Peeling Salz und Schleifkörper Pflegende Öle und Butter Preis
Ingwer-Körperpeeling Sodium Chloride, Aprikosenkernpulver Avocadoöl, Sheabutter, Jojobaöl 12,90 € / 300 g
Pfefferminz-Körperpeeling Sodium Chloride, Aprikosenkernpulver Traubenkernöl, Sheabutter, Jojobaöl 12,90 € / 300 g
Kaffee-Körperpeeling Sodium Chloride, gemahlener Kaffee, Aprikosenkernpulver Traubenkernöl, Sheabutter, Jojobaöl 12,90 € / 300 g

Ingwer und Pfefferminz haben laut Hersteller 99 % natürliche Inhaltsstoffe, Kaffee 98 % und enthält zugesetzte Duftstoffe. Alle drei zusammen gibt es im VEGAN FOX Peeling-Trio für 29,90 € statt 38,70 €. Mehr zu Sheabutter als Pflegebestandteil findest du in Sheabutter für die Haut.

Meersalz-Peeling anwenden: Schritt für Schritt

  1. Umrühren: In Salzpeelings setzt sich das Öl gern oben ab. Kurz mit einem Spatel oder sauberen Fingern durchrühren.
  2. Haut anfeuchten: Unter der warmen Dusche oder nach einem Bad. Auf nasser, sauberer Haut gleitet das Salz besser.
  3. Kreisend einmassieren: Eine kleine Menge mit leichtem Druck in kleinen Kreisen einarbeiten, von den Füßen zum Oberkörper. Die American Academy of Dermatology empfiehlt laut Öko-Test sanfte, kleine Kreise für etwa 30 Sekunden.
  4. Abspülen: Mit lauwarmem Wasser gründlich abspülen. Achtung, die Dusche kann durch das Öl rutschig werden.
  5. Abtupfen und eincremen: Die Haut sanft trocken tupfen, statt zu rubbeln. Danach eine Pflege auftragen, falls deine Haut sich trocken anfühlt.

Ein- bis zweimal pro Woche genügt. Das sagt sowohl der Hersteller unserer Peelings als auch Öko-Test für Drogerie-Peelings. Wer öfter peelt, riskiert gereizte Haut. Die häufigsten Fehler bei der Anwendung haben wir in Körperpeeling richtig anwenden gesammelt.

Meersalz-Peeling und Sauna

Viele Saunagänger peelen vor dem ersten Gang unter der warmen Dusche. Wichtig ist, dass du das Öl gründlich abspülst, damit es nicht auf dein Saunatuch oder das Holz gelangt. Wann das Peeling genau in den Saunatag passt, liest du in Körperpeeling vor der Sauna, und was du nach dem Schwitzen auftragen kannst, in Hautpflege nach der Sauna.

Wann du auf ein Salzpeeling verzichten solltest

Ein Meersalz-Peeling kann auf gereizter Haut brennen. Öko-Test nennt ein Salzpeeling bei wunder, entzündeter oder rosazea-anfälliger Haut „tabu“. Laut der American Academy of Dermatology, zitiert von Öko-Test, solltest du außerdem nicht peelen bei:

  • offenen Wunden oder Sonnenbrand,
  • Pflegeprodukten oder Medikamenten, die die Haut empfindlicher machen oder sie schälen lassen.

Unsere VEGAN-FOX-Peelings tragen zusätzlich den Hinweis: nicht für gereizte Haut und nicht direkt nach der Haarentfernung. Peele also lieber am Tag vor der Rasur als danach – mehr dazu in Rasieren vor der Sauna.

Wenn du Hautprobleme wie Ekzeme, starke Trockenheit oder Juckreiz hast, sprich vorher mit deiner Hautärztin, deinem Hautarzt oder in der Apotheke, ob und welches Peeling für dich passt.

Nicht fürs Gesicht

Die Gesichtshaut ist dünner als die Haut am Körper. Grobe Salzkristalle sind hier zu kräftig. Für das Gesicht gibt es sanftere Alternativen, zum Beispiel ein Gel-Peeling mit Milchsäure wie das VEGAN FOX Gesichtspeeling mit 2,5 % Milchsäure. Wie es funktioniert und warum du danach Sonnenschutz brauchst, steht in Milchsäure-Peeling fürs Gesicht.

Selbst mischen oder fertig kaufen?

Ein einfaches Meersalz-Peeling kannst du selbst anrühren. Öko-Test schlägt 2 bis 3 Esslöffel Meersalz, 2 Esslöffel Olivenöl und ein paar Tropfen ätherisches Öl vor. Vorteil: Du weißt genau, was drin ist, und mischst nur so viel, wie du brauchst. Nachteil: Ohne Konservierung solltest du es zeitnah verbrauchen und nicht lange im feuchten Bad stehen lassen.

Fertige Peelings sind dafür sofort einsatzbereit, haben eine abgestimmte Mischung aus Salz, Ölen und Duft und eine Dose, die im Bad dicht bleibt. Ob selbst gemischt oder gekauft: Achte darauf, dass keine Kunststoffpartikel als Schleifkörper enthalten sind – warum das wichtig ist, erklären wir in Mikroplastik in Kosmetik. Bei Salzpeelings ist das selten ein Thema, weil das Salz selbst der Schleifkörper ist.

Häufige Fragen zum Meersalz-Peeling

Was bringt ein Meersalz-Peeling?

Es entfernt lose Hautschüppchen mechanisch. Die Haut kann sich danach glatter und weicher anfühlen, vor allem durch die enthaltenen Öle. Heilende oder entgiftende Wirkungen sind nicht belegt.

Ist Meersalz besser als normales Salz zum Peelen?

Für den Peeling-Effekt kaum. Meersalz besteht zu 96 bis 98 Prozent aus Natriumchlorid, ähnlich wie Stein- oder Himalaya-Salz. Entscheidend sind Körnung und Öl-Anteil.

Wie oft darf ich ein Salzpeeling machen?

Ein- bis zweimal pro Woche reicht. Bei empfindlicher Haut lieber seltener und mit feinerem Salz.

Kann ich ein Meersalz-Peeling nach der Rasur verwenden?

Besser nicht. Frisch rasierte Haut ist empfindlich, Salz kann brennen. Peele lieber einen Tag vorher.

Woran erkenne ich, ob Meersalz drin ist?

An der INCI-Bezeichnung „Maris Sal“. Steht dort nur „Sodium Chloride“, ist die Herkunft des Salzes nicht angegeben.

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