Saunaholz: Warum kein Schweiß aufs Holz darf und wie dein Saunatuch die Bank schützt
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„Handtuch drunter!“ ist die bekannteste Saunaregel. Viele denken dabei nur an Hygiene – dabei geht es mindestens genauso um das Saunaholz. Die Bänke einer Sauna sind aus unbehandeltem Holz, und das nimmt alles auf, was auf ihm landet. In diesem Ratgeber erfährst du, welche Hölzer in Saunen üblich sind, warum Schweiß nicht aufs Holz gehört, wie dein Saunatuch die Bank schützt und wie du Saunaholz zu Hause pflegst.
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Wir betreiben seit über 18 Jahren die Meri Sauna am Kulkwitzer See. Als Saunabetreiber sehen wir die Bänke jeden Tag aus der Perspektive derer, die sie sauber halten.
Was ist Saunaholz? Die üblichen Holzarten
Als Saunaholz bezeichnet man Hölzer, die die Hitze einer Sauna gut vertragen: Sie sollen wenig Harz absondern, kaum splittern, sich nicht stark verziehen und sich auf der Haut nicht zu heiß anfühlen. Für Bänke und Liegeflächen gelten strengere Maßstäbe als für die Wandverkleidung, weil du direkt darauf sitzt. Diese Holzarten sind in Saunen gängig:
| Holzart | Typischer Einsatz | Eigenschaften (üblich beschrieben) |
|---|---|---|
| Abachi | Bänke, Rückenlehnen | leicht, harzfrei, fühlt sich vergleichsweise kühl an |
| Espe / Thermo-Espe | Bänke, Innenausbau | hell, harzfrei, splitterarm; Thermo-Espe ist hitzebehandelt und dunkler |
| Hemlock | Wände und Bänke | harzarm, gleichmäßige Maserung |
| Nordische Fichte | vor allem Wandverkleidung | günstig, typischer Sauna-Look mit Ästen, kann Harz absondern |
| Rotzeder, Zirbe | Wände, Akzente | ausgeprägter Eigengeruch, eher für Wände als für Liegeflächen |
Welche Holzart in deiner Lieblingssauna verbaut ist, spielt für die Tuchfrage keine Rolle: Alle diese Hölzer bleiben auf der Liegefläche unbehandelt – und genau das macht das Tuch so wichtig.
Warum Saunaholz unbehandelt bleibt
Lack, Lasur oder gewöhnliches Möbelöl haben auf Saunabänken nichts zu suchen. Bei den hohen Temperaturen in der Kabine würden sie riechen, kleben oder sich unangenehm heiß anfühlen. Deshalb bleibt Saunaholz auf Bänken und Liegen in der Regel naturbelassen. Der Vorteil: Das Holz kann atmen, nimmt Feuchtigkeit auf und gibt sie beim Lüften wieder ab. Der Nachteil: Es nimmt eben auch alles andere auf.
Was Schweiß mit dem Saunaholz macht
In der Sauna schwitzt du stark – das ist ja der Sinn der Sache. Schweiß besteht nicht nur aus Wasser, sondern enthält auch Salze und Fette. Zusammen mit Hautschüppchen, Resten von Duschgel oder Körperöl zieht das ohne Tuch direkt ins offene Holz. Die Folgen:
- Dunkle Flecken und Ränder: vor allem dort, wo Po, Rücken und Füße aufliegen. Sie lassen sich nur durch Schleifen wieder entfernen.
- Geruch: Saunaholz, das immer wieder Schweiß aufnimmt, riecht mit der Zeit nicht mehr frisch.
- Hygiene: Auf einer Bank, auf der viele Menschen schwitzen, willst du nicht auf dem Schweiß anderer liegen – und umgekehrt.
- Mehr Aufwand und kürzere Lebensdauer: Stark beanspruchte Bänke müssen häufiger geschliffen oder früher ausgetauscht werden.
Deshalb gilt in praktisch jeder Sauna: Kein Körperteil berührt das Holz – auch nicht die Füße.
So schützt dein Saunatuch das Saunaholz
- Groß genug wählen: Das Tuch sollte mindestens so lang sein wie du. Mit 180 × 100 cm oder 175 × 90 cm liegen die meisten Erwachsenen komplett auf Stoff.
- Ganz ausbreiten: Nutze die volle Fläche, statt das Tuch schmal zu falten.
- Beim Sitzen alles abdecken: Auch im Sitzen liegt das Tuch unter Po, Oberschenkeln und Füßen. Lehnst du dich an, sollte es auch hinter dem Rücken liegen.
- Füße nicht vergessen: An den Fußsohlen schwitzt du ebenfalls – ohne Tuch entstehen genau dort die meisten Flecken.
- Beim Gehen mitnehmen: Das nasse Tuch bleibt nicht auf der Bank liegen, wenn du die Kabine verlässt.
Welches Tuch schützt am besten?
Wichtig ist, dass das Tuch Feuchtigkeit aufnimmt, bevor sie durchdringt. Baumwolle eignet sich dafür sehr gut. Ein dichtes Saunatuch wie das DOTWAVE Saunatuch XL (175 × 90 cm, ca. 900–950 g) nimmt viel Feuchtigkeit auf, bevor etwas durchdringt. Ein flach gewebtes Hamamtuch Ocean (ca. 180 × 100 cm, ca. 400 g) ist leichter und erfüllt den Zweck für die meisten ebenfalls gut. Wer sehr stark schwitzt oder lange Gänge macht, ist mit dem dichteren Tuch auf der sicheren Seite.
Saunaholz pflegen: was in der Heimsauna hilft
In einer öffentlichen Sauna kümmert sich der Betreiber um die Bänke. In der eigenen Sauna bist du selbst zuständig. Diese allgemeinen Pflegeregeln für Saunaholz haben sich bewährt – maßgeblich sind aber immer die Hinweise deines Saunaherstellers:
- Nach jedem Saunieren lüften: Tür und Lüftung offen lassen, damit das Holz durchtrocknen kann. Feuchtes Holz in einer geschlossenen Kabine ist die häufigste Ursache für Stockflecken.
- Tücher nicht in der Kabine trocknen: Nasse Textilien halten die Feuchtigkeit im Raum.
- Regelmäßig abwischen: Bänke mit einem feuchten Tuch und lauwarmem Wasser abwischen, bei Bedarf mit einem milden, für Saunen geeigneten Reiniger.
- Keine scharfen Mittel: Aggressive Reiniger, Chlor oder Möbelpolitur können das Holz angreifen und in der Hitze riechen.
- Flecken abschleifen: Hartnäckige dunkle Stellen lassen sich mit feinem Schleifpapier in Faserrichtung abtragen. Danach Staub gründlich entfernen.
- Lose Bankauflagen herausnehmen: Wenn die Liegeflächen abnehmbar sind, gelegentlich herausnehmen und außerhalb der Kabine trocknen lassen.
Das beste Pflegemittel bleibt aber das Saunatuch: Je weniger Schweiß ins Saunaholz gelangt, desto seltener musst du schleifen.
Typische Fehler, die dem Holz schaden
- Aufguss mit Öl direkt auf der Bank: Ätherische Öle und Aufgusskonzentrate gehören verdünnt auf die Steine, nie unverdünnt aufs Holz.
- Eingecremt in die Kabine: Bodylotion, Körperöl oder Peelingreste vor dem Saunagang abduschen – sonst landen sie im Tuch und im schlimmsten Fall im Holz.
- Zu kleines Tuch: Ein Duschtuch von 140 cm Länge lässt Füße oder Kopf auf dem Holz. Das ist der häufigste Grund für Flecken am Bankende.
- Getränke in der Kabine: Verschütteter Saft oder Tee hinterlässt klebrige, dunkle Stellen. Trinken gehört in die Pause.
Saunaholz und Rücksicht: ein Tuch für alle
In einer öffentlichen Sauna teilst du dir die Bank mit vielen anderen. Jedes Tuch, das korrekt unterliegt, sorgt dafür, dass das Holz hell und sauber bleibt und sich auch der nächste Gast wohlfühlt. Wenn du dich fragst, was sonst noch zur Etikette rund ums Tuch gehört, lohnt sich ein Blick in unseren Sauna-Knigge.
Passend dazu: Sauna-Knigge: Die wichtigsten Regeln für deinen Saunabesuch · Oben oder unten? Welche Bank in der Sauna die richtige ist · Saunatuch für die Heimsauna: Tuch-Regeln, Holzschutz und wie viele du brauchst
Fazit
Saunaholz bleibt auf Bänken unbehandelt – und nimmt deshalb Schweiß, Fett und Pflegereste direkt auf. Die Folgen sind Flecken, Geruch und mehr Aufwand bei der Reinigung. Ein ausreichend großes Saunatuch aus Baumwolle, komplett ausgebreitet und auch unter den Füßen, verhindert das zuverlässig. Zu Hause kommen regelmäßiges Lüften und sanftes Abwischen dazu.
Häufige Fragen
Warum darf kein Schweiß auf das Saunaholz?
Weil Saunabänke unbehandelt sind und Schweiß samt Salzen und Fetten direkt ins Holz zieht. Das führt zu dunklen Flecken, Geruch und ist für andere Gäste unhygienisch.
Welches Holz ist für Saunabänke üblich?
Gängig sind Abachi, Espe und Hemlock, weil sie harzarm sind und sich nicht zu heiß anfühlen. Nordische Fichte wird häufig für die Wandverkleidung verwendet.
Muss auch der Fuß auf das Tuch?
Ja. An den Fußsohlen schwitzt du ebenfalls, und genau dort entstehen ohne Tuch die meisten Flecken auf dem Holz.
Wie reinige ich Saunaholz in der Heimsauna?
Nach jedem Saunieren gut lüften, Bänke regelmäßig mit lauwarmem Wasser abwischen und hartnäckige Flecken mit feinem Schleifpapier entfernen. Auf Lack, Möbelpflege und scharfe Reiniger verzichten und die Hinweise des Herstellers beachten.
Darf man Saunaholz ölen?
Liegeflächen bleiben üblicherweise unbehandelt. Es gibt spezielle Saunapflegemittel – ob und wo sie für deine Sauna geeignet sind, steht in den Herstellerhinweisen.
Persönlich geschrieben von Martin – Gründer von BeachAndSteam und seit über 18 Jahren Saunabetreiber am Kulkwitzer See.

